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NEWS:  13.10.2010  Tekst: Andrzej Chmielewski

Meseritz auf alten Ansichtskarten

Międzyrzecz na starych pocztówkach - 

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Międzyrzecz

Międzyrzecz

Foto: A. Chmielewski

Reprodukcje kart pocztowych pochodzą z prywatnych zbiorów:  D. Brożka 

NEWS: In der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts spielten Postkarten eine wichtige Rolle in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Später wurden diese jedoch durch andere Kommunikationsformen verdrängt. Heutzutage werden Postkarten – durch die Entwicklung der Zivilisation und des ihr begleitenden technischen Fortschritts – durch elektronische Medien ersetzt.
 
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    Die ersten Abbildungen auf Papierkarten erschienen 1870 in Westeuropa, zwei Jahre später dann die erste Ansichtskarte mit einer Stadtillustration. Bis ca. 1904 diente die Vorderseite mit Bild als Textfeld, auf der Rückseite der Postkarte wurde nur der Adressat aufgebracht.     Międzyrzecz  

  Ab 1904 wurde durch den Fortschritt in der Fotografie das Abbilden von Fotos ermöglicht, diese Form von Ansichtskarten löste nach und nach die gedruckten handgemalten Postkarten ab. In einigen Gebieten wurde sogar jedes kleinste Dorf auf Ansichtskarten verewigt. Vor allem in Deutschland erschienen zahlreiche Postkarten mit Dorf und Stadtmotiven.

www.miedzyrzecz.biz    Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts bis Ende der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts beschäftigten sich mehr als ein Dutzend Meseritzer mit dem Herausgeben von Postkarten. Besonders Buchhändler spezialisierten sich darauf, z.B. Carl Haug, dessen Bücherei sich an der Ecke der heutigen ulica 30. Stycznia und ulica Świerczewskiego befand (Abb. 1).

   Früher waren dies die Hohestrasse und Kirchstrasse. Urheber der Bildmotive waren örtliche Photographen, z.B. Friedrich Meyer, dessen Betrieb sich im nicht mehr existierenden Gebäude an der www.miedzyrzecz.biz Kreuzung der ulica Młyńska und ul. Świerczewskiego befand (Abb. 2).

   Ein anderer bekannter Photograph war Richard Fischer, der auch Postkarten herausgab. Er beschäftigte sich über eine lange Zeit mit Studiofotografie. Bis heute kann man in Antikgeschäften seine Bilder von Meseritzern, aber auch von Bewohnern Wollsteins und Birnbaums, wo er ebenfalls Filialen besaß, kaufen. Seine Beschäftigung führte er vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg aus.

   www.miedzyrzecz.biz Es kam auch vor, dass Photographen dieselben Negative an verschiedene Personen veräußerten. Ein Beweis dafür sind Ansichtskarten, welche das Einfahrtstor zur Klinik in Obrawalde zeigen (Abb 3).

  Sie sind identisch, jedoch ist auf einer als Herausgeber Alexander Deuss und auf der anderen hingegen Ernst Kecker vermerkt, Inhaber der ehem. Papierwarenhandlung an der Ecke der heutigen ul. Szkolna und ul. 30. Stycznia, wo sich heutzutage ein Sport- und Angelgeschäft befinden. Woher wissen wir dies? Von der durch ihn herausgegebenen Ansichtskarte, welche im ersten Teil unserer Serie „Meseritz auf alten Postkarten” vorgestellt wird.

   www.miedzyrzecz.biz Während der zweiten Hälfte der 30er Jahre kamen viele Postkarten mit Kasernenmotiven von Meseritz (Abb 4) und dem Regenwurmlager auf den Markt, Anfang der 40er Jahre auch mit Motiven des Lagers in Pieske und Hochwalde. www.miedzyrzecz.biz

 
   Zu sehen waren Gebäude, aber auch Soldaten, die von Menschen bejubelt wurden (Abb. 5).


   Die Herausgeber waren jedoch Personen außerhalb von Meseritz, z.B. aus Guben, Küstrin oder www.miedzyrzecz.biz www.miedzyrzecz.biz Neuendorf bei Berlin, die auch andere Ansichtskarten mit Kasernen des heutigen Lebuser Landes, wie z.B. Schwerin an der Warthe (Abb. 6), Crossen an der Oder oder dem Tiborlager herausbrachten (Abb. 7).

    Weiterhin beschäftigten sich die Inhaber der Papierhandlungen Ernst Kecker und Georg Gigner mit der Herausgabe von Ansichtskarten.  Jedoch ist ihr Anteil deutlich geringer als der von A. Deuss und C. Haug. Postkarten wurden zum Zwecke der Werbung von Hotels, Geschäften und Restaurants herausgegeben. In Meseritz ist beispielsweise Walter Hoffman zu nennen – Inhaber des ehem.

    www.miedzyrzecz.biz Hotels Spielhagen (heute Kaufhaus an der Ecke der ul. Świerczewskiego
und ul. Chłodnej (Abb. 8).

      Mindestens eine Ansichtskarte wurde von H. Niedbal vom Bahnhofs-Hotel www.miedzyrzecz.biz herausgebracht, dessen Räumlichkeiten sich im Gebäude am  heutigen  plac  Powstańców Wielkopolskich befanden (Abb. 9).   Heute ist dort der Sitz des Arbeitsamtes und eine Abteilung der Zeitung „Gazata Lubuska" ansässig.   Die Postkarte stellte jedoch nicht das eigentliche Hotel dar, sondern ein Mädchen, das mit einem Bierkrug in der Hand auf einem Fass sitzt.

   Heutzutage ist es schwierig festzulegen, wie viele verschiedene Postkartenmotive auf den Markt gebracht wurden. Man kann schätzungsweise annehmen, dass bis 1945 allein für die Stadt Meseritz (Międzyrzecz) mehrere Tausend verschiedene Ansichtskarten erschienen. Viele davon haben einen einzigartigen Charakter bzw. sind Einzelstücke. Die Abbildungen der vergangenen Zeiten stellen für Historiker und Heimatforscher eine unbezahlbare Bedeutung dar.
   Vor allem Heimatforscher sind vom Anblick der alten Ortschaften fasziniert, oft sammeln sie die Postkarten mit voller Leidenschaft. Das steigende Interesse, nicht nur seitens der Philokartisten, macht ein Zusammentragen der „alten Bilder” notwendig. So entstanden zwei Bildbänder, in dem ein Teil der einzigartigen Sammlung des Heimatforschers Dariusz Brożek vorgestellt werden.
 

Kontaktinformationen des Herausgebers:
wydawnictwo literat Andrzej Chmielewski
ADRES wydawnictwo.literat@wp.pl
www.wydawnictwo-literat.cba.pl
                                                                                                 Andrzej Chmielewski
                                                                                              
Tłumaczył Marcin Dziewa

 
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